Archiv für das Schlagwort ‘Champions League

Estádio José Alvalade XXI, Lissabon   Leave a comment

Mittwoch, 05.11.2014, 19:45 Uhr
Sporting Clube de Portugal – FC Schalke 04 4:2 (1:1)
Estádio José Alvalade XXI, Lissabon

Fassungsvermögen: 52.327 Plätze

Im Mittelpunkt des Komplexes Alvaláxia, zu dem unter anderem auch das Vereinsmuseum, eine Sporthalle, ein Kino und ein Fitness-Center gehören, befindet sich das für die EURO 2004 errichtete Estádio José Alvalade XXI. Die Besonderheit des Stadions ist die außergewöhnliche Innen- und Außenverkleidung. Während das geschwungene Dach fast ausschließlich in der Vereinsfarbe Grün gehalten ist, heben sich die Stützer und Säulen durch ein leuchtendes Gelb ab. Zudem wurde die Außenfassade mit verschiedenen Farbmustern kombiniert, die sich auch auf den Sitzen im Stadion wiederfinden. Zwar lässt sich über den Geschmack dieser Gestaltung streiten, doch unbestritten sorgt sie als besonderes Merkmal dazu, dass die Sportstätte von anderen Neubauten des 21. Jahrhunderts unterschieden werden kann.

 

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Veröffentlicht 10. November 2014 von stadionkult in Berichte, Neuigkeiten

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Estadio Vicente Calderón, Madrid   Leave a comment

Mittwoch, 11. Dezember 2013, 20:45 Uhr
Estadio Vicente Calderón, Madrid
Atlético de Madrid – FC Porto 2:0 (2:0)

Nachdem Madrid mit seinem großen kulinarischen Angebot zum Mittagessen einlud, ging es mit der Metro auf die Südseite des Rio Manzanares. Der Fußweg von der Station Marqués de Vadillo verläuft durch einen Park über eine Brücke zum Stadion und ist durchaus ansehnlich. Generell eignet sich der Südwesten und vor allem der Westen (Casa de Campo) ideal für Spaziergänge und Sport.

An der Tribüne Fondo Sur angekommen, erblickte ich ein stolzes Aufgebot der Policia, die mit Pferden und Mannschaftswagen Präsenz zeigte und den Mob der Frente Atlético, den Ultras der Rojiblancos,  im Blick behielt. Am Stadion blieb vor und nach dem Spiel alles ruhig. Für mich stand vor Anpfiff noch der Besuch des Atlético-Museums auf dem Programm, der für Normalsterbliche 6 Euro kostet. Neben den Trophäen des Clubs und zahlreichen Assecoires, zeigte ein Bereich die Geschichte der Spielstätten der Rojiblancos. Unter anderem war auch ein Modell des neuen, im Bau befindlichen Estadio La Peineta ausgestellt, das im Nordosten der Stadt unweit des Flughafen Barajas entsteht. Da der Neubau, der ursprünglich im Zuge der Bemühungen Madrids für olympische Sommerspiele geplant war, weit von den Wurzeln des Clubs entfernt liegt, stößt er bei den Atlético-Fans auf wenig Gegenliebe, wenngleich ein Schritt in die Moderne für Atlético wirtschaftlich und nachhaltig sinnvoll erscheinen mag.

Wenn der Club zur Saison 2015/16 in die neue Heimat zieht, soll das 1966 eingeweihte Vicente Calderón dem Erdboden gleichgemacht werden und aus dem Stadtbild verschwinden. Die als Estadio del Manzanares eingeweihte Heimat war das erste Stadion Spaniens, das vollständig mit Sitzplätzen ausgestattet war. Nachdem ich über den Ausgang des Museums noch schnell einen Blick in den Fanshop erhaschen konnte, ging es auf die Haupttribüne des Stadions, durch die ein Tunnel führt.

Von meinem Platz beobachtete ich, wie sich das Stadion nur langsam und spärlich füllte. Anders als in Deutschland ist es in Spanien üblich erst kurz vor Spielbeginn seinen Platz einzunehmen. Daher gibt es auch kein Animationsprogramm. Insgesamt wurden am Ende gerade einmal 24.629 Zuschauer gezählt, die frische Abendluft im Vicente Calderón schnuppern wollten. Ob es daran lag, dass Atlético bereits für das Achtelfinale qualifiziert war oder die Kälte den ein oder anderen zu Hause lies, kann ich nicht beantworten.

Der FC Porto enttäuschte an diesem Abend auf ganzer Linie. So war die Mannschaft trotz  bis zu 70 Prozent Ballbesitz zu keiner Zeit in der Lage die B-Elf des derzeitigen Zweiten der Primera Division zu gefährden. Dies sahen offenbar auch die mitgereisten Anhänger ähnlich, die nach dem frühen Rückstand und einem verschossenen Elfmeter, der sinnbildlich für die Abschlussprobleme der Portugiesen stand, resignierten. So gelang es Atlético die Bilanz in der Champions League von 5 Siegen und einem Unentschieden aufzupolieren. Als Gruppenzweiter darf sich trotz einer Niederlage bei Austria Wien Zenit St. Petersburg glücklich schätzen.

Veröffentlicht 13. Dezember 2013 von stadionkult in Berichte, Neuigkeiten

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Ali Sami Yen Spor Kompleksi, Istanbul   Leave a comment

Mittwoch, 20. Februar 2013, 21:45 Uhr
Ali Sami Yen Spor Kompleksi, Istanbul
Galatasaray SK – FC Schalke 04 1:1 (1:1)

Fassungsvermögen: 52.650 Zuschauer

Im Achtelfinale der UEFA Champions League sollte es die Königsblauen in dieser Saison an den Bosporus ziehen. Grund genug frühzeitig eine Tour nach Istanbul zu buchen. Hieß der Gegner in der Spielzeit 2005/06 noch Fenerbahce, traf der S04 dieses Mal auf die Rot-Gelbe Auswahl von Galatasaray. Die Rahmenbedingungen versprachen also viel. Nachdem mich die Pegasus-Flotte heil auf den asiatischen Teil verfrachtet hatte, ging es vom Flughafen Sabiha Gökcen per Linienbus zum Fährhafen von Kadiköy, wo bereits ein Schiff auf mich wartete. Eine Fahrkarte kostet schlappe drei türkische Lira. Bei schönem Wetter dürfte die Fahrt mit dem Fährmann um einiges schöner ausfallen, als bei graubedecktem Himmel, aber leider schaffte es die Sonne über alle drei Tage nicht durch die Wolkendecke durchzubrechen. Das schmälerte natürlich auch den Eindruck, den ich von der Millionenmetropole gewinnen konnte. Um es vorwegzunehmen, die Stadt hat mich von Beginn an nicht in ihren Bann gezogen. Nach meinem Geschmack ist die Stadt viel zu groß und unübersichtlich. Um einen Gesamteindruck der Stadt zu bekommen, müsste man wahrscheinlich einen ganzen Monat in Istanbul verweilen. Nachdem das Hotelzimmer aufgesucht wurde, machte man sich nachmittags zum Taksim Platz auf, wo sich die Schalker Fanszene versammelte, aber auch zahlreiche türkische Anhänger. Die Atmosphäre kann man als vollkommen friedfertig beschreiben. Was vielleicht auch darin begründet lag, dass sich einen Tag zuvor UltrAslan und UGE bei einem Abendessen austauschten. Nach einigen Efes-Kannen machten wir uns dann per Shuttle-Bussen auf den weiten Weg in Richtung Norden. Seit Januar 2011 steht dort die „Arena“, die europäischen „Topstadien“ wie der Amsterdam Arena nachempfunden wurde und nach einem Sponsor benannt ist. Einen dementsprechenden Eindruck machte das Bauwerk auf einen – Marke Billigbau. Stellte sich die neue Arena in der Anfangsphase noch als echte Hölle heraus, samt gelungener Choreographie der UltrAslan, flachte die Stimmung beim Anhang nach dem Ausgleichstreffer von Jermaine Jones zunehmend ab. Danach konnte von einer Hölle keine Rede mehr sein und die angereisten Schalker Schlachtenbummler konnten das Heft trotz Plexiglas in die Hand nehmen. Insgesamt konnte man an diesem Tag also mehr als zufrieden sein, nachdem sich in der Anfangsphase ein ganz anderes Bild abzeichnete. Nach einer ellenlangen Blocksperre ging es mit den Bussen zurück zum Taksim Platz, wo sich nach einigen weiteren Efes-Pils in ein Taxi  in Richtung Sultanahmet eingebucht wurde, wo augrund der Zeit und der am nächsten Tag anstehenden Sight-Seeing-Runde nicht mehr all zu viel ging.