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Estadio El Arcángel, Córdoba   Leave a comment

Montag, 09.03.2015, 20:45 Uhr
Primera División (Spanien), 26. Spieltag
Córdoba CF – Getafe CF 1:2 (0:0)
Estadio El Arcángel (21.822 Plätze), Córdoba
Zuschauer: 15.181 (Gäste: 20)
Torschützen: 1:0 Florin Andone (77.), 1:1 Fede Vico (87./Eigentor), 1:2 Juan Rodriguez (90.)

Ist eine Zerstückelung des Spieltags in der 1. Bundesliga noch eine Büchse der Pandora, wird in der spanischen Primera División schon länger kein Wert mehr auf Faninteressen gelegt. An diesem Montagabend sollte mir jedoch genau diese Tatsache zu Gute kommen, um dem Aufsteiger Córdoba CF im 1993 eingeweihten Estadio El Arcángel einen Besuch abzustatten. Von 2005 wurde das Stadion in mehreren Etappen modernisiert und neuen Standards angepasst. Zuletzt wurde die komplett neue Nordtribüne im September 2008 fertiggestellt. Überraschenderweise war das Stadion an diesem Abend anständig gefüllt. Schließlich war nicht nur Montag, sondern es trat der Tabellenletzte gegen einen Vorstadtclub an, dessen Anhängerschaft man an einer Hand abzählen kann. Zu meinem Erstaunen war auch der Support von den Rängen nicht von schlechten Eltern. So stimmte zigfach das ganze Stadion in die Gesänge der Brigada Verdiblancos auf der Südtribüne und der Incondicionales auf der Nordtribüne ein. Während sich die Incondicionales womöglich eher als Supporter sehen, zählt sich die BRVB zu den Ultragruppierungen des Landes, die momentan einen schweren Stand inne haben.

Die Brigadas Blanquiverdes bestehen seit 1993 und entstanden aus der Auflösung der alten Gruppe Green White Army. Sie kürzen sich selbst als BRBV ab. Ihren Platz im Stadion haben sie auf der Fondo Sur. Eine Feindschaft besitzen die Ultras aus Córdoba offensichtlich zu Jaén, da einige Videos mit Auseinandersetzungen im Netz kursieren. Zudem gilt Biris Norte vom FC Sevilla als Feind, wobei dort neben der regionalen Rivalität sicher bei einigen Mitgliedern auch noch etwas anderes eine Rolle spielt. Politisch werden die BRBV in die nationale Ecke eingeordnet, wobei sie sich selbst als apolitisch verstehen. Eine eigene Fahne haben zudem die Beerhunters, bei denen der Name Programm ist. Diese treten als eine Untergruppe der Brigadas Blanquiverdes auf und bezeichnen sich selbst als Casuals. Dementsprechend sind sie, zumindest was ihren Internetblog angeht, neben dem Alkohol auch der Gewalt nicht gänzlich abgeneigt.

Eine weitere Überraschung stellte heute der Spielverlauf dar. Trotz der deutlichen Überlegenheit auf Seiten der Grün-Weißen und einer Führung durch den Edeljoker Florin Andone, der vom ganzen Anhang frenetisch gefordert und schließlich gefeiert wurde, gingen die drei Punkte aus dem Nichts in den Vorort von Madrid. Nun steht Córdoba mit dem Rücken zur Wand und muss schon fast an ein Wunder hoffen, um in der höchsten Spielklasse Spaniens zu verbleiben.

Veröffentlicht 5. April 2015 von stadionkult in Berichte, Neuigkeiten

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Estadio Benito Villamarín, Sevilla   Leave a comment

stadion_panorama

Verein: Real Betis Balompié
Fassungsvermögen: 51.700 Zuschauer

Die Heimspielstätte von Betis Sevilla wurde bereits im Jahr 1929 eröffnet. Im Laufe der Zeit wurde das Stadion zahlreichen Sanierungen unterzogen. Bestand das Zuhause von Betis anfangs nur aus Haupttribüne und Gegengerade, wurden 1958 auch hinter den Toren Tribünen errichtet. Zwischen den Jahren 1971 und 1973 wurden die Hintertortribünen erneuert. Einige Jahre später wurde das Stadion für die Weltmeisterschaft 1982 erneut umgebaut. Die heutige Nord- und Osttribüne erhielt der Ground erst im Jahr 2000. Die Haupttribüne im Westen und die einstöckige Hintertortribüne im Süden sind noch im alten Stil erhalten geblieben. So bekommt man bei einer Runde um das Stadion drei unterschiedliche Tribünenkonstruktionen und Fassaden zu sehen. Die Hintertortribüne im Süden besitzt dabei sogar noch Flutlichtmasten.

Zwischen der Westtribüne und dem Gol Sur ist ein Teil der Tribüne unfertig. Offenbar plante man damit, wie im Norden, auch die Hintertortribüne im Süden auf drei Stöcke auszubauen und diese an die Westtribüne anzuschliessen. Aufgrund der prekären Finanzlage dürfte in geraumer Zeit am Stadion jedoch nichts mehr passieren. Im Jahr 2010 wurde über den Stadionnamen abgestimmt. Dabei setzte sich der Name des früheren Vereinspräsidenten Benito Villamarín deutlich gegen den alten Namen Manuel Ruiz de Lopera und gegen die Vorschläge Heliopolis und Ciudad del Betis durch.

Estadio Nuevo Los Cármenes, Granada   Leave a comment

Estadio Nuevo Los Cármenes, Granada

Fassungsvermögen: 22.524 Zuschauer

Das Estadio Nuevo Los Cármenes wurde am 16. Mai 1995 eröffnet und ist die Heimat von Granada CF. Kurios: Beim ersten Spiel am 6. Juni 1995 waren die Hausherren nur Zuschauer. Real Madrid und Bayer Leverkusen traten in einem Freundschaftsspiel aufeinander,welches die Madrilenen mit 1:0 für sich entschieden.

Das Nuevo Los Cármenes  befindet sich am südlichen Stadtrand von Granada. Es verfügt über drei Ränge, davon ist aber wie in den meisten spanischen Spielstätten nur die Haupttribüne überdacht. Die Ecken des Stadions sind mit Betonbrücken geschlossen und wurden zum Aufstieg des Granada CF in die Primera División im Jahr 2011 mit zusätzlichen Plätzen versehen. Eine Besonderheit des Stadions sind die Flutlicht-Strahler, deren Form an Ellipsen erinnert. Zudem kann man von etwas höher gelegenen Plätzen einen Blick auf die Sierra Nevada erhaschen.

Campo Miguel Prieto Garcia, Granada   Leave a comment

Campo Miguel Prieto Garcia, Granada

Fassungsvermögen: 2.500 Zuschauer

Seit der Schließung des alten Estadio Los Cármenes im Jahr 1997 ist das Campo Miguel Prieto Garcia die Heimat der zweiten Mannschaft von Granada CF. Der 1966 eröffnete Platz wird von der Real Federación Andaluza de Fútbol betrieben und liegt nur einen Katzensprung vom Nuevo Los Cármenes, der Spielstätte der ersten Mannschaft, entfernt. Vor einigen Jahren wurde die kleine Tribüne des Campo Miguel Prieto Garcia überdacht und die Anlage generalüberholt, sodass sie sich zurzeit in einem guten Zustand befindet.

Veröffentlicht 2. Januar 2014 von stadionkult in Berichte, Neuigkeiten

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