Stadion Na Litavce, Príbram   Leave a comment

Samstag, 18.02.2012, 14:00 Uhr
Stadion Na Litavce, Pribram
1. FK Príbram – SK Slavia Praha 0:0

Fassungsvermögen: 9.100 Zuschauer

Der 1. FK Příbram hat bereits eine lange Geschichte an Umbenennungen und Fusionen hinter sich. Wer den Bericht zum Spiel von Dukla Prag am Vorabend aufmerksam gelesen hat, stellt fest, dass es sich beim 1. FK um den Nachfolgeverein des FK Marila Příbram handelt, der 2008 erneut umbenannt wurde. Eine wirkliche Fanbasis scheint der Verein aufgrund dieser Tatsache nicht zu besitzen. Die zahlreichen Namenswechsel scheinen viele potenzielle Anhänger von einem Fandasein abzuschrecken. Selbst wenn Anfang des Jahrtausends ein kurzes Intermezzo im UEFA-Pokal gelang, im Stadion am Fluß Litavce konnte man am heutigen Tag nur die Slavia-Fans ausmachen.

Das Stadion Na Litavce (heute: Adidas Arena) besitzt drei Tribünen, wovon die beiden Geraden jeweils überdacht sind. Auf der Südseite des Stadions befindet sich kein Ausbau, sondern nur eine Anzeigetafel. Zudem steht dort ein Wohnblock bzw. ein Hotel, von dessen Balkons sich wunderbar das Spiel verfolgen lässt. Die rund 500 Gästefans beanspruchten einen Block der Hintertortribüne für sich. An dem Fangnetz vor dem Block wurden seitens der Rot-Weißen Fans, die einheitlich mit Mützen in eben jenen Fahnen angereist waren, zahlreiche Protestbanner aufgehängt.

Slavia Prag ist derzeit lediglich im Mittelfeld der Tabelle anzutreffen. In 16 Spielen konnten dabei bloß 15 Tore erzielt werden. Coach František Straka steht bei den Slavia-Fans unter enormer Kritik. Am liebsten würden ihn die Anhänger wieder zum australischen Club North Queensland Fury schicken, wo er neben zahlreichen anderen Stationen für kurze Zeit Trainer war. Die Rot-Weißen müssen derzeit ohne Trikotsponsor auskommen. Nur durch den Verkauf von Vereinsanteilen an die Natland Group konnte man dem Verein vor einem Lizenzentzug und dem damit verbundenen Abstieg in die Amateurklasse verhindern. Spielergehälter konnten im vergangenen Jahr erst verspätet überwiesen werden.

Die Anfeuerungsrufe vom Slavia-Anhang brachten am heutigen Tage keine Kehrtwende. Eine Nullnummer hilft dem Club nicht zu den oberen Tabellenplätzen aufzuschließen. Im Fall das Slavia einmal vor das gegnerische Tor kam, wurden sämtliche Chancen kläglich vergeben. Man hatte fast den Eindruck die Stürmer versuchten möglichst spektakulär das Tor zu verfehlen. Die Fans der Gäste hatten da schon mehr zu bieten. Neben den in Osteuropa weit verbreiteten Gesängen gab es von den Slavia-Fans auch einige neue, wohlklingende Melodien auf die Ohren. Ansonsten kann man für dieses Spiel von einem für tschechische Verhältnisse soliden Auftritt sprechen. Hätte man die mitgebrachten pyrotechnischen Gegenstände zusammen gezündet, statt wie wild umher, hätte dies ein noch weitaus besseres Bild abgegeben.

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Veröffentlicht 22. Februar 2012 von stadionkult in Berichte, Neuigkeiten

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